Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: "Meschugge sind wir beide. Unsere deutsch-israelische Liebesgeschichte" von Claudia S. C. Schwartz

Daten zum Buch:
erschienen am: 9. Juni 2017
Verlag: Eden Books
ISBN: 9783959100755
256 Seiten
Preis: 14,95 € (SC)
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Zum Inhalt:
Als Claudia Shaul kennenlernt, geht alles ganz schnell: Die deutsche Schauspielerin und der israelische Komponist verlieben sich ineinander. Doch Shaul ist der Enkel eines Holocaustüberlebenden und Claudias Großvater war Wehrmachtssoldat im Nationalsozialismus. Ist ihre Liebe zu verrückt? Zu meschugge? Gemeinsam erkunden Claudia und Shaul die Geschichten ihrer Familien und begeben sich auf eine turbulente Reise durch Deutschland und Israel. Irgendwo zwischen Spätzle und Hummus, Klein- und Großfamilie sowie schwäbischer Korrektheit und israelischer Chuzpe findet das junge Paar nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch seine Zukunft.
(Klappentext)

Meine Meinung:
Sowohl Claudia als auch Shaul waren mir auf Anhieb sympathisch. Man kann gar nicht anders, als sie zu mögen, und hätte solch ein Pärchen gerne im eigenen Freundeskreis.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Er ist lebendig, mit vielen Dialogen, und Claudia Schwartzs Humor ist toll, nicht zu flapsig und plump. Sie erzählt mit einem Augenzwinkern und viel Selbstkritik und -ironie.

Der Autorin gelingt es, nicht nur ihre eigene Geschichte zu erzählen, sondern dem Leser dabei auch die jüdische Kultur näher zu bringen, für Respekt, Toleranz und Offenheit zu werben. Schwartzs Emotionen werden unverfälscht wiedergegeben, und das ist das Charmante an ihr und diesem Buch. Zusammen mit ihr lernen wir Shaul kennen (und lieben), treffen seine Familie, bereisen Israel - einmal in der Vergangenheit mit unschönen Erlebnissen, und dann als Teil einer israelischen Familie mit wunderschönen Momenten - und landen letztendlich vor dem Traualtar mit einem etwas beschickerten Pfarrer Manske (meinem persönlichen Helden in diesem Buch, hehe).

Untrennbar verbunden mit Claudia und Shaul sind auch die Geschichten ihrer Vorfahren. Und so erleben wir mit Shauls Großeltern den Holocaust und kämpfen mit Opa Fritz im Schützengraben. Auch wenn dieses Buch sonst sehr humorvoll ist, so hauen diese Kapitel wirklich rein. Sie erzählen von großem Leid, und man ist wohl als Leser eines meist eher heiteren Buches nicht darauf vorbereitet, von so viel Grausamkeit zu lesen. Es ist, als würde man beim Lesen plötzlich in ein stilles Grau hineingezogen, bevor man wieder in das bunte Hier und Jetzt zu Claudia und Shaul zurückkehrt.

Fast jede jüdische Familie in Israel hat damals Angehörige verloren. Und so schwebt über Claudias und Shauls Beziehung auch immer ein bisschen das Damoklesschwert des Holocausts. Dass Shauls Freunde und Familie einer Verbindung mit einer Deutschen etwas skeptisch gegenüber stehen, hatte ich erwartet. Wobei Claudia von fast allen mit offenen Armen empfangen wurde. Aber dass auch deutsche Freunde und Bekannte Shaul, der noch nichtmal den "typischen" Juden verkörpert, mit Vorurteilen begegnen, hätte ich weniger erwartet. Auch, dass solche Verbindungen eher selten sind und sogar bei Fremden auf Ablehnung stoßen, hat mich überrascht. Allerdings ist es ja leider kein Geheimnis, dass es in diesem Land noch immer zu viele Antisemiten gibt. Von daher ist dies nicht nur eine weitere kulturübergreifende Liebesgeschichte, sondern auch der Versuch, eine Brücke zwischen zwei Völkern zu schlagen, die eine sehr unschöne gemeinsame Vergangenheit haben.

Mit "Meschugge sind wir beide" liegt eine schöne Liebesgeschichte vor mit zwei sympathischen Hauptpersonen, die allen anderen zeigen, dass wahre Liebe auf kulturelle und religiöse Unterschiede pfeift. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem ans Herz legen. 

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Eden Books für dieses Rezensionsexemplar und an Claudia Schwartz für die Betreuung der Leserunde!

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: "Zwei Likes für Lena" von Jürgen Seibold

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. April 2017
Verlag: Silberburg-Verlag
ISBN: 9783842520257
288 Seiten
Preis: 12,90 € (TB)
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Zum Inhalt:
Der reiche Misanthrop Jonathan Haber hat schon seit vielen Jahren freiwillig das Haus nicht mehr verlassen. Die Agentur "Wish & Weck" erledigt alle anfallenden Aufgaben für ihn und sorgt dafür, dass er nicht in Kontakt mit Menschen treten muss.

Als er sich jedoch beide Handgelenke bricht, muss er sich notgedrungen Hilfe ins Haus holen. Diese kommt in Gestalt der Altenpflegerin Lena. Die junge Frau hat vor Kurzem ihre Arbeit verloren und leidet zudem an gebrochenem Herzen, nachdem sie ihren Freund in flagranti erwischt hat.

Lena bleibt Jonathan gegenüber verschlossen. Ihre abweisende Haltung lockt ihn aus der Reserve, und er beginnt sich für seine Angestellte und auch wieder für die Außenwelt zu interessieren. Und spontan setzt er sich in den Kopf, Lena das Glück wiederzubringen.

Meine Meinung:
Jürgen Seibold ist vor allem für seine Allgäu-Krimis rund um den Kommissar Hansen bekannt. Für mich war es das erste Buch dieses Autors.

Zuerst einmal das, was mir gut gefallen hat:

Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb. Er ist lebendig und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Seibold schreibt mit einem Augenzwinkern, aber der Humor bleibt subtil und wirkt zu keiner Zeit plump. Durch die wechselnden Perspektiven lernt man die Beteiligten, allen voran die beiden Protagonisten, besser kennen und kann die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erleben.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir diesen als Komödie bezeichneten Roman so vorgestellt: Reicher Schnösel braucht Hilfe von armer Pflegerin. Die beiden sind anfangs wie Feuer und Wasser, raufen sich jedoch zusammen und verlieben sich. Happy End.

Hier hat mich der Autor jedoch überrascht. Ohne zu viel zu spoilern, nehme ich aber vermutlich nicht zu viel weg, wenn ich verrate, dass es hier zwar eine kleine Liebesgeschichte gibt, diese aber nicht im Mittelpunkt steht und sich auch nicht zwischen Lena und Jonathan abspielt. Letzteres hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass die beiden rund 30 Jahre Altersunterschied trennen. Zwar kein Hindernis, aber in diesem Fall sehen sich beide einfach nicht als potentielle Lover. Das fand ich erfrischend.

Jonathan Haber war mir trotz - oder vermutlich wegen - seiner Menschenfeindlichkeit sehr sympathisch. Er ist verschroben, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck und ist trotz seines Alters noch im Herzen ein Kind. Mir fiel es ehrlich gesagt schwer, ihn mir als reifen Mann mit fast 60 Jahren vorzustellen.

Die Geschichte spielt in Stuttgart, und ich glaube, dass es für Stuttgarter sehr nett sein muss, mit Jonathan und Lena durch ihre Heimat zu wandeln.

Nun zu meiner Kritik:

Ich mochte Lena überhaupt nicht, und dies hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert. Man muss ja auch nicht jeden Charakter mögen, aber hier hat es mich irgendwie ziemlich gestört. Lena ist patzig, zickig und unreif. Dass sie die betrogene Freundin ist, hat mir nicht gereicht, sie zu bemitleiden, da sie trotzdem total unsympathisch war. Wieso Jonathan sie so faszinierend findet und sich jemand, den sie mies behandelt, in sie verliebt, konnte ich nicht nachvollziehen. Da sich der Kern der Geschichte jedoch viel mehr um Jonathan dreht als um Lena, ist es noch verschmerzbar, wenn man sie nicht mag. Für mich aber hier eindeutig kein Like für Lena!

Auch die "Beziehung" zwischen Lena und Jonathan war mir zu oberflächlich. Lena hat sich nicht auf Jonathan eingelassen, und von einer Freundschaft waren mir die beiden meilenweit entfernt, es war eher ein freundliches Chef-Angestellten-Verhältnis. Die Entwicklung dorthin war nicht nachvollziehbar, da die Zeit, in der Jonathan von Lena gepflegt wurde, im Zeitraffer großzügig lediglich grob umrissen wurde.

Ebenso ging es mir zu schnell mit Jonathans persönlicher Entwicklung. Da sitzt er jahrelang in seiner Festung und kaum ist Lena da, verlässt er einfach so das Haus und geht ab da jeden Tag ausgiebig aus. Somit wäre zwar geklärt, dass es sich nicht um eine Angsterkrankung handelt, sondern nur um einen Spleen. Aber das ging mir zu hoppladihopp. Und auch Jonathans Plan, Lena und eine andere Person zu verkuppeln, war etwas seltsam anmutend, da übertrieben aufwändig.

Zu guter Letzt finde ich die Bezeichnung "Komödie", mit der der Roman beworben wird, eher irreführend. Natürlich ist jeder Humor anders, aber ich persönlich konnte hier gar nicht lachen. Von der Handlung her muss es auch meiner Meinung nach keine witzigen Stellen geben, aber da der Roman so beworben wurde, hatte ich mir eben mehr Heiterkeit erwartet. Die Geschichte hatte keine wirklichen Höhepunkte und dümpelte ein bisschen vor sich hin.

Für mich persönlich war "Zwei Likes für Lena" aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht mehr als nette Unterhaltung für zwischendurch, die keinen Eindruck hinterlassen hat. Ich werde aber auf jeden Fall noch etwas Anderes von Jürgen Seibold lesen, da ich denke, dass mich seine anderen Werke bestimmt besser unterhalten werden.

3 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Jürgen Seibold für dieses Rezensionexemplar und die intensive Betreuung der Leserunde!

Montag, 12. Juni 2017

12. Juni 2017: Der Tag des Tagebuchs

Wusstet ihr, dass heute weltweit der "Tag des Tagebuchs" gefeiert wird? Heute müssen sich also alle Tagebuchbesitzer/innen was Schönes für ihre Tagebücher/innen einfallen lassen. Ein neuer edler Stift, ein besonders aufregender Eintrag... Seid kreativ! ;-)
 
 
Nee, Spaß beiseite. Es gibt ja viele verrückte "Tag des/der..."-Tage. Z. B. den Welt-Diät-Tag (und passend dazu den Anti-Diät-Tag) oder den Weltkatzentag (und selbstverständlich darf dann auch der Welthundetag nicht fehlen). Und natürlich fällt uns allen sofort der "Welttag des Buches" ein!
 
Den "Tag des Tagebuchs" möchte ich aber gerne besonders erwähnen. Denn dieser hat seine Wurzeln leider in einer traurigen Geschichte. Der 12.06. ist nicht nur der "Tag des Tagebuchs", sondern auch Anne Franks Geburtstag. Anne Frank war wohl die berühmteste Tagebuchschreiberin der Welt. Als sie zu ihrem 13. Geburtstag am 12. Juni 1942 von ihrem Vater das von ihr später liebevoll als "Kitty" bezeichnete Tagebuch geschenkt bekam, ahnte das jüdische Mädchen noch nicht, dass ihre Teenager-Gedanken irgendwann in -zig Sprachen übersetzt und in aller Welt gelesen werden würden. Anne Frank wollte später mal Schriftstellerin werden. Doch dieser Wunsch erfüllte sich leider erst nach ihrem viel zu frühen Tod, denn wie ihr vermutlich alle wisst, starb sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester im Holocaust. Sie war gerade mal 15 Jahre alt und voller Träume.
 
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich ihr Tagebuch noch nie komplett gelesen habe. Ich kenne viele Auszüge davon, habe auch das "Anne Frank-Haus" in Amsterdam besucht und die Biographie einer damaligen Schulkameradin gelesen. Aber das Tagebuch lesen steht noch auf meiner To-Do-Liste. Ich habe mir das Buch vor einigen Jahren im Original auf Niederländisch gekauft.
 
Habt ihr denn auch schon ein Tagebuch geführt oder tut es sogar noch? Ich habe als Teenager Tagebücher gehabt. Irgendwo sind die auch noch, und ich habe mir vorgenommen, sie beim nächsten Besuch im Elternhaus mitzunehmen und mal irgendwann wieder zu lesen. Da steht recht Belangloses drin. "Heute hat mich Andreas auf dem Pausenhof angelächelt. Ich glaube, er will was von mir. Das wäre so schön!" :-D Sicherlich keine Weltliteratur. ;-) Aber irgendwie denkt man doch auch gerne an diese Zeiten zurück, in denen man keine größeren Sorgen hatte als die nächste Mathe-Klausur und ob der Typ aus der Parallelklasse auf einen steht. Tat er übrigens nicht, ich blieb die gesamte Schulzeit freu(n)dlos... 
 
Heute schreibe ich schon lange keine Tagebücher mehr. Keine Zeit, keine Lust. Ach, so Wichtiges hab ich eh nicht zu erzählen. Ich teile meine Gedanken lieber direkt mit Freunden oder - wenn es um Bücher geht - mit meinen lieben Blogleser/innen. :-) Und manche Gedanken wiederum sollten sowieso nie an die Öffentlichkeit. ;-)
 
Und wie sieht's bei euch aus? Schreibt ihr Tagebuch? Oder habt ihr es zumindest früher? Habt ihr eure alten Tagebücher mal irgendwann wieder in die Hand genommen und euch gedacht: "Ach herrje, was hab ich denn da nur geschrieben?!" :-D 
 
Ich schätze mal, heutzutage sind Tagebücher nichts mehr für Kinder/Jugendliche. Wird ja eh alles, was sie so schreiben, in der WhatsApp-Historie gespeichert. ;-) 
 
In diesem Sinne: Schönen "Tag des Tagebuchs 2017"!

Montag, 5. Juni 2017

Romancewoche 2017 - Das tolle Bloggerpaket für die Teilnehmer

Vorletzte Woche, vom 22. bis 28. Mai, lief ja die große Facebook-Romancewoche. An insgesamt sieben Tagen haben Autorinnen, Blogger und Leser das Genre "Liebesromane" gefeiert. Es gab zahlreiche Blogbeiträge, in denen Liebesromane und Autorinnen vorgestellt wurden. Und jeden Abend gab es tolle Live-Lesungen.

Wer es verpasst hat: Auf "blog-a-holic" gibt es hier einen ausführlichen Rückblick mit Links zu allen Beiträgen. Die Live-Lesungen sind hier abrufbar.

Ich selbst habe ja Kristina Moningers Roman "Nur eine Ewigkeit mit dir" vorgestellt.

Dies war meine erste Teilnahme an einer Genre-Woche (Oder wie man das nennen kann.), und es hat mir echt Spaß gemacht! Die mainwunder-Agentur hat das sehr gut organisiert.

Im Vorfeld wurde uns schon als besonderes Schmankerl und Dankeschön für unsere Teilnahme ein Bloggerpäckchen angekündigt. Was dann allerdings zu 100 Bloggern ins Wohnzimmer trudelte, überstieg wohl unser aller Erwartungen. Das war kein Päckchen, das war ein Paket. Und es war kein kleines Dankeschön, sondern ein großes. :-)

Aber seht doch einfach selbst, was bei mir im Paket war (Ein bisschen unterschiedlich war der Inhalt schon bei jedem, aber manche Bücher hatten die meisten von uns drin.):


Juhu, das Paket ist da! Nachdem ich schon zwei Tage lang die entzückten Reaktionen der anderen Blogger lesen durfte, war ich dann doch sehr neugierig, was der Postbote da bringen würde. Angekündigt war das Paket für Freitag, und da habe ich ja erstmal bis Nachmittag gearbeitet. Toll, dachte ich mir, dann wird es bestimmt wieder an die Filiale umgeleitet, wo ich es frühestens am Samstag holen kann. Aber als ich heimkam, hatte ich noch keinen gelben Zettel im Briefkasten. Es bestand also Hoffnung.

Dann musste ich aber so gegen 17 Uhr aufbrechen zu einer Verabredung. Mist, das wird dann also wohl doch nix mit heute. Als ich dann unten vor der Haustür stand, kam der DHL-Bote gerade an. Juhu! Ich strahlte ihn an: "Ich glaube, Sie haben was für mich!", und er hielt mir zwei Pakete entgegen. Das eine war für den Nachbarn - uninteressant. Das andere war DAS Paket. Freudestrahlend nahm ich es entgegen (Hätte er es mir eigentlich ohne Ausweis geben dürfen, nachdem ich nicht wirklich der richtigen Adresse zuweisbar war? Hm...). Und dann musste es erstmal stundenlang im Kofferraum ausharren, da wir sofort losmussten und ich ja nicht unhöflich sein und das Paket mal eben während des Treffens auspacken wollte. Leute, war ich hibbelig!

Nach der Heimkehr also gleich: RATSCH!


Der erste Blick ins Paket ist schon vielversprechend, oder? Virginia Fox war übrigens die Schirmherrin der Romancewoche, deshalb ist auch ihr Gesicht auf dem Paket. :-)

Und was war so drin? Viele schöne Goodies wie Lesezeichen, Postkarten, Magnete, Stifte, Süßigkeiten,... aber auch Bücher. Und zwar unglaubliche sechs (SECHS!) Stück:

- Virginia Fox, "Rocky Mountain Yoga" (Band 1 der Rocky Mountain-Serie)
- Emma Wagner, "Du. Für immer"
- Mela Wagner, "Restart. Heute wie damals" (Band 2 der Restart-Reihe)
- Emma S. Rose, "Nachricht ins Glück" (signiert, juhu)
- Violet Truelove, "Ein Fotograf zum Verlieben" (Band 2 der Zum Verlieben-Reihe)
- Aurelia Velten, "Vergeben und vergessen" (Boston Berserks)

Hier seht ihr den Inhalt mal genauer:



Toll, oder? Ich bin auch nach einer Woche noch immer hin und weg und bedanke mich ganz herzlich beim mainwunder-Team und den teilnehmenden Autorinnen! :-)

Und da geteilte Freude doppelte Freude ist, überlege ich mir, ob ich nicht ein schönes Gewinnspiel für meine Leser machen soll. Was meint ihr? :-)

Sonntag, 28. Mai 2017

Romancewoche 2017: Buchvorstellung "Nur eine Ewigkeit mit dir" von Kristina Moninger


Herzlich willkommen auf meinem Blog, meine lieben "Romancer"! :-) Ich hoffe, ihr hattet bislang jede Menge Spaß bei der Facebook-Romancewoche und habt die ein oder andere Autorin bzw. das ein oder andere Buch für euch entdeckt!

Ich darf euch heute ein bisschen was über Kristina Moninger und ihren Debütroman "Nur eine Ewigkeit mit Dir" erzählen.

http://www.feuerwerkeverlag.de/book/nur-eine-ewigkeit-mit-dir/

Worum es in diesem Buch geht, verrät euch meine Tandempartnerin Lara von "Lissianna schreibt" im ersten Teil der Buchvorstellung. Hier findet ihr auch eine Leseprobe.

Ich würde euch gerne kurz die Autorin vorstellen:
Kristina Moninger wurde 1985 in Würzburg geboren - ja, genau in DEM Würzburg, in dem ich lebe und arbeite. :-) Toller Zufall, oder? Vielleicht sind wir uns sogar schonmal unbewusst über den Weg gelaufen. Das wär's ja. Aber ich schweife ab, ups...
Sie ist gelernte Versicherungskauffrau, Fremdsprachenkorrespondentin und staatlich geprüfte Übersetzerin für Englisch-Deutsch. Die Liebe zur Sprache hat sie zum Schreiben "verführt", und so ist ihr Debütroman "Nur eine Ewigkeit mit Dir" entstanden, der im August 2016 vom Feuerwerke-Verlag herausgegeben wurde.
Figuren und Geschichte sind frei erfunden, der Roman trägt also keine autobiographischen Züge. Er ist jedoch Kristinas lieber Mutter gewidmet, die leider viel zu früh und unerwartet gestorben ist. Das Schreiben dieses Romans hat der Autorin geholfen, diesen schweren Verlust ein Stück weit zu verarbeiten.
Kristina Moninger ist verheiratet und Mama von Zwillingen.

Mehr von Kristina erfahrt ihr auf ihrer Homepage und außerdem im großen Autoreninterview, das ihr auf den folgenden Blogs findet:

- Whisperleaf's Fantasy Blog
- Fräulein M liebt Bücher

Und wenn ihr mehr über die Protagonisten erfahren möchtet, dann schaut doch mal rein in die Protagonisten-Interviews mit Lilly/Lene, Jonas, Yolanda und Vincent bei meinen folgenden Bloggerkolleginnen:

- Bücher sind Freunde
- blog-a-holic
- Thoras Bücherecke


Und was sagen die Leserinnen und Leser von "Nur eine Ewigkeit mit Dir" über diesen Liebesroman?

"Nur eine Ewigkeit mit dir" ist eine ganz besondere Geschichte, eine Geschichte, die zu Herzen geht, eine Geschichte, die bewegt.
(LovelyBoosk-Userin "Solengelen")

Man leidet mit Lene und mit Lilly, man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Muss wissen, wie es für alle endet. Die Ringelnatz-Passagen heitern stellenweise den Ernst der Geschichte etwas auf, trotzdem muss ich zugeben, ich war zu Tränen gerührt. Und dazu gehört schon einiges. [...] Ich fand das Buch einfach großartig.
(LovelyBooks-Userin "papaschluff")

"Nur eine Ewigkeit mit Dir" ist ein wundervolles Roman-Debüt einer Autorin, deren Namen ich mir unbedingt merken werde! Mich hat sowohl die Geschichte als solches, als auch die Geschichte hinter der Geschichte sehr berührt. Es handelt sich um so viel mehr, als "nur" um eine Liebesstory.
(LovelyBooks-Userin "Ein LovelyBooks-Nutzer")

Eine wundervolle Geschichte über die grenzenlose Macht einer Liebe, die alle Zeiten überdauert. Eine Ewigkeit. Die Geschichte geht wirklich ans Herz. Absolute Leseempfehlung. 
(LovelyBooks-Userin "Booklove91")

Ein lesenswerter und tiefgründiger Roman einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, welcher zugleich aber auch die Trauer und den Verlust sehr einfühlsam thematisiert.
(LovelyBooks-Userin "silvandy")

Die Geschichte finde ich sehr gelungen. Die Protagonisten sind mir auf Anhieb sympathisch und dieser Hauch des Fantastischen ist genau meins. Das Ganze noch in eine wunderschöne Liebesgeschichte gebettet und fertig ist dieses absolut gelungene Buch.
(LovelyBooks-Userin "IsabelT")

"Die Autorin hat einen unglaublich flüssigen Schreibstil und es macht riesigen Spaß ihr Buch zu lesen. Ich war vom ersten Moment an gefesselt."
(LovelyBooks-Userin "AnnalenaWinger")

 Die Geschichte von Lilly und Jonas hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Die Liebesgeschichte der beiden ist einfach zauberhaft und das Buch so voller Emotionen geschrieben.
(LovelyBooks-Userin "Kahle")

Ein Roman, der sich durch seine Tiefgründigkeit von aktueller Literatur deutlich abhebt.
(LovelyBooks-Userin "PepperPhoenix")

Ich liebe die Wechselperspektiven,  sie spiegeln wunderbar die Gefühle von Lilly und Jonas wieder.  Der Schreibstil ist wunderbar. [...] Ich habe Lilly und Jonas in mein Herz geschlossen,  mit ihnen gelitten und gehofft. Vielen Dank für diesen Lesegenuß! 
(Rezension von Nicole Rubelli)

Die berufliche Beschäftigung der Autorin mit Sprache wird an vielen Bildern, Wortmalereien, achtsamen Formulierungen und liebevollen sprachlichen Miniaturen sichtbar, die den Text zu keinem sterilen englischen Rasen, sondern einer nuancierten, ausdrucksstarken literarischen Blumenwiese formen.
(Rezension auf "Kuchers Blog")

Dieses Buch besticht durch seine außergewöhnliche Geschichte voller Emotionen und Lyrik . Die Autorin hat es hier geschafft ein Thema abzuschneiden und mit einer Geschichte zu verknüpfen, die ich so noch nicht gelesen habe.
(LovelyBooks-Userin "jawolf35")

Die Protagonisten sind zum anfassen da, sie sind warm, sie sind lebendig, sie haben Herz und sie leben und lieben. Das war das Gefühl, das ich beim Lesen hatte.
(Rezension von "Flo's Lesewelten")

Na, wer bekommt denn bei diesen begeisterten Leserstimmen nicht Lust, "Nur eine Ewigkeit mit Dir" zu lesen?! Also ICH schon!

Und wer Kristinas Debüt bereits gelesen hat und schon sehnsüchtig auf Nachschub wartet, dem kann ich die freudige Nachricht überbringen: Ab Ende Juni 2017 ist ihr zweiter Roman "Wenn gestern unser morgen ist" überall erhältlich!  :-)

Gestern hat die Autorin bereits als Zuckerl der Romancewoche live daraus vorgelesen - für diejenigen, die es verpasst haben, gibt es hier eine Aufnahme der Live-Lesung. Weitere Info erhaltet ihr auch, wenn ihr auf das Bild klickt. (Ah, das Cover, ist es nicht wunderschön?!)

http://www.feuerwerkeverlag.de/book/wenn-gestern-unser-morgen-waere/

Ja, das war mein Beitrag für die Romancewoche 2017. Ich hoffe, er hat euch gefallen, und Lara und ich konnten den/die ein/e oder andere/n hier für Kristina Moninger und ihre Werke begeistern.

Heute ist ja leider der letzte Tag, und ich hoffe, ihr hattet generell viel Freude an dieser Veranstaltung. Ich freue mich sehr über Kommentare und Feedback - also haut in die Tasten! ;-)
  
P.S.: Wer die Veranstaltung verpasst hat oder nicht auf Facebook alles mitverfolgen konnte, der kann hier noch auf dem YouTube-Kanal der Veranstaltung die ganzen Videos (u.a. viele schöne Live-Lesungen!) in Ruhe anschauen. 

Sonntag, 21. Mai 2017

Neuzugänge

In den letzten Wochen haben es wieder ein paar obdachlose Bücher in mein Bücher-Heim geschafft. Bei mir wird ja niemand vor der Tür abgewiesen!!! Ja, bitte nennt mich die Mutter Teresa der Bücher!

Rezensionsexemplare


- Patricia B. McConnell, "Will sei Dank": Ich liebe Hunde, und da habe ich mich spontan für dieses schöne Buch vom Kynos-Verlag bei "Blogg dein Buch" beworben.

- Jürgen Seibold, "Zwei Likes für Lena": Dieses als Komödie beworbene Buch habe ich im Rahmen einer vom Autor betreuten Leserunde auf LovelyBooks erhalten. Meine aktuelle Lektüre, bislang weiß ich noch nicht, wie ich es finden soll. 


Gekauft


- Laura Schroff, "Immer montags beste Freunde": Diese Autobiographie über eine ungewöhnliche Freundschaft hatte ich schon länger im Visier und habe deshalb im "Oxfam-Shop" für 3,50 € zugeschlagen. 

- Daniela Widmer & David Och, "Und morgen seid ihr tot": Ein Schweizer Paar, das auf seiner Reise entlang der Seidenstraße von den Taliban entführt wurde. Solche Berichte finde ich immer sehr interessant. Im 1 Euro-Shop gefunden und sofort mitgenommen.

- Souvenirbroschüre "Erleben Sie den Tower of London": Ich war ja vor einer Woche in London und habe dort auch den tollen Tower of London besucht. Und da ich zu faul war, mir die ganzen Infotafeln durchzulesen, wollte ich mir was mitnehmen, wo ich alles in Ruhe nachlesen kann. :-)

- Stephan Lucas & Alexander Stevens, "Garantiert nicht strafbar": Ich bitte euch - wer kann denn bei einem Ratgeber, was man so alles entlang der Grenze zur Illegalität treiben kann, widerstehen? ;-) Und dann ist das Buch auch noch von beiden Autoren signiert! Da fällt mir auf, dass ich es gar nicht gekauft, sondern ertauscht habe. Mist... Denkt es auch also bitte in die nächste Rubrik. :-D

- Mike Maurus & Ulrich Bader, "Sharon Holmes, Band 1 & 2": Diese beiden Jugendbücher habe ich auch im 1 Euro-Shop gefunden und spontan mitgenommen. Da mein Neffe noch zu jung dafür ist, werde ich sie erstmal "vorkosten". ;-)


Ertauscht

 

- Stella Bettermann, "Ich mach Party mit Sirtaki": Griechenland finde ich ja eh toll, und außerdem kenne ich bereits den Vorgänger "Ich trink Ouzo, was trinkst du so?", der mir gut gefallen hat. Mitgenommen im Tauschregal um die Ecke, als ich ein Buch eingestellt habe. (Ja, so wird das nie was mit der Beseitigung unseres Platzproblems...) 

Das war's auch schon. So viel war das ja diesmal gar nicht, ne? :-)

Dienstag, 16. Mai 2017

Rezension: "Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint" von Bernhard Blöchl

Daten zum Buch:
erschienen am: 01.03.2017
Verlag: Piper
ISBN: 9783492060752
272 Seiten
Preis: 14,00 € (SC)
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Zum Inhalt:
Er will nichts mehr vom Leben – sie will alles. Knoppke sucht Ruhe – Sam sucht Gesellschaft. Gemeinsam verschlägt es das ungleiche Duo in Knoppkes Transit nach Schottland, sein Motto: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint. Was aber, wenn dich gerade dort das Glück verfolgt, das sonst nur die anderen haben? Das Glück der anderen ist ein Arschloch, so dachte Knoppke früher, nachdem er um seine große Liebe nicht gekämpft hatte. Zu seinen vergrabenen Gefühlen findet er ausgerechnet in den stürmischen Highlands zurück: Er traut sich Extremes und will wieder was. Und dann ist da noch Sams Geheimnis, das anscheinend auch ihn betrifft, oder vielleicht doch nicht?
(Klappentext)

Meine Meinung:
Der Titel ist zwar nicht kurz, aber dafür prägnant und witzig. Und Humor kann man hier auch erwarten. Meist bleibt er subtil, auch wenn die ein oder andere etwas albern anmutende Szene nicht fehlen darf. Anhand des Klappentextes erwartet man einen Road Trip zweier völlig unterschiedlicher Charaktere, und auch das trifft zu. Wobei ich sagen würde, dass es kein typischer Road Trip ist. Hier mangelt es an Action, aber das wäre auch einfach nicht passend bei dieser Geschichte. Während der Leser mit Knoppke und Sam durch Schottland fährt, findet das eigentliche Abenteuer in Knoppkes Innenleben sowie in seiner Interaktion mit Sam statt.

Auf den ersten paar Seiten tat ich mir noch etwas schwer mit dem Schreibstil, der sich durch teils längere, verschachtelte Sätze kennzeichnet. Ich kam dann aber doch recht schnell rein. Der Autor schreibt sehr eloquent und unaufgeregt und verleiht seinen Figuren Tiefe. 

Knoppke ist anfänglich ein sehr anstrengender Charakter, da er keine Emotionen hat bzw. nichts an sich heranlässt. Er ist mundfaul, resigniert, wirkt grau, trist und unendlich langweilig. Man möchte ihn am liebsten schütteln und schreien "Mensch Knoppke, so kannst du doch nicht ernsthaft weiterleben wollen!"

Sam bildet den starken Gegenpol dazu. Frech, witzig, lebenshungrig und kontaktfreudig. Ihre Ausdrucksweise sorgt für viele Schmunzler. Klar, dass solche unterschiedlichen Protagonisten für Reibung sorgen. Man fragt sich, wie es die beiden so lange miteinander aushalten, doch dem Leser ist recht schnell klar, wieso Sam ausgerechnet bei Knoppke im Wagen landet. Und letztendlich tun sich die beiden doch gut.

Die Protagonisten machen eine starke Entwicklung durch, allen voran Knoppke. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass dieser eine echte Katharsis durchlebt. Da die Geschichte aus Knoppkes Sicht geschrieben ist, kann man als Leser gut nachvollziehen, wie er sich verändert. Man spürt anfänglich diese Trostlosigkeit und Emotionsleere und ist richtig erstaunt, als er plötzlich anfängt, Gefühle zu entwickeln und sich für Dinge zu begeistern.

Das Ende ist zufriedenstellend und lässt sogar Luft für eine Fortsetzung, wobei ich eher denke, dass Knoppkes Geschichte hier zu Ende erzählt wurde. Aber der Leser kann sich selbst Gedanken machen, welchen weiteren Werdegang er ihm (und Sam) wünscht.

Mich hat "Im Regen..." wirklich gut unterhalten, auch wenn es die ein oder andere langatmige Stelle gab. Die Balance zwischen Humor und Tiefgründigkeit ist dem Autor gelungen. Die Charaktere waren sympathisch und ungewöhnlich, und es hat Spaß gemacht, mit ihnen durch Schottland zu reisen.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar sowie an den Autor für die intensive Begleitung der Leserunde auf LovelyBooks!