Freitag, 14. Juli 2017

(Gast-)Rezension*: "Winzig - Innovative Häuser im Mini-Format" von Sandra Leitte

Daten zum Buch:
erschienen am: 29. August 2016
Verlag: DVA
ISBN: 9783421040237
224 Seiten
Preis: 29,95 € (HC)
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Zum Inhalt:
Es gibt viele gute Gründe dafür, unsere Wohn fläche gering zu halten. Für die einen ist der ökologische Gedanke ausschlaggebend. Andere reduzieren ihren Wohnraum bewusst auf das Wesentliche. Für manche ist das kleine Haus schlicht eine finanzielle Notwendigkeit. Viele schätzen aber auch die Möglichkeit, ihr Zuhause an einen anderen Standort transportieren zu können. Futuristische Blockhütte im Wald, Feriendomizil in Dreiecksform oder vollständiges Wohnhaus im Miniformat: Dieses Buch präsentiert rund 40 fantasievolle, witzige und inspirierende Projekte aus den USA, Europa und Asien. Ein Buch zum Blättern, Staunen, Anregungen sammeln!
(Klappentext)

Meine Meinung:
Wer aktuell eine Wohnung oder ein Haus sucht, wird es bestätigen können: Einfach ist es momentan nicht, ein schönes Heim zu finden, zumindest wenn die Finanzmittel begrenzt sind. Viele leihen sich angesichts der niedrigen Zinsen das Geld von der Bank, um ihr Traumhaus bauen zu können.

Allerdings gibt es auch einen interessanten Gegentrend von Leuten, die das als Anlass nehmen, nochmal kritisch zu hinterfragen, ob sie tatsächlich 150 qm, Doppelgarage, Swimmingpool und eine Bibliothek (ja auch das, liebe Bibliomane!) benötigen, um glücklich zu sein. Und viele scheinen festzustellen, dass der bewusste Verzicht - oder aus ihrer Sicht eher die Konzentration auf das wirklich Wichtige - sehr befreiend ist und durchaus auch ein Mehr an Lebensqualität bedeuten kann. Die Architektin Sandra Leitte hat diesen Trend beobachtet und in ihrem Buch "Winzig - Innovative Häuser im Mini-Format" 38 sehr unterschiedliche Entwürfe gesammelt.

Das Format des Buches ist mit etwa 17x17cm insbesondere für ein Architekturbuch mit vielen Bildern relativ klein, der Anteil an Text ist eher gering. Die Objekte sind nach steigender Wohnfläche sortiert, und es sind von 4 qm für eine Schutzhütte in den Alpen bis 95 qm für ein modernes Wohnhaus alle Bedürfnisse abgedeckt. Zu jedem Haus gibt es eine Angabe, in welchem Land, teilweise auch in welcher Stadt es steht, und es sind auch nahezu alle Kontinente vertreten. Der Großteil der Häuser steht aber in Europa.

Der Begleittext füllt etwa eine halbe Seite und gibt einige Informationen über die Architekten, die Bewohner und welche Nutzung beabsichtigt ist. So sind einige Unterkünfte eher als Notlager für Wanderer oder zur Naturbeobachtung gedacht, andere wurden als extravagante Hotelzimmer konzipiert. Die meisten wurden aber exakt nach den Wünschen ihrer Bewohner entworfen, ihnen quasi auf den Leib geschnitten. Anschließend folgen drei bis fünf Seiten mit Bildern. Zu jedem Haus gibt es außerdem mindestens eine Zeichnung, meist der Grundriss aller Stockwerke, teilweise auch Seitenansichten, so dass sich der Leser zusammen mit den Fotos ein relativ gutes Bild von dem Objekt machen kann. Weitere Informationen, etwa zu den verwendeten Materialien, der Haustechnik oder dem Energiebedarf sind nur teilweise im Text angesprochen, dafür gibt es im Anhang aber noch Links zu den Webseiten der Architekten.

Die Bilder sind, wie man es von einem Architekturbuch erwartet, durchgehend von sehr hoher Qualität und vermitteln einen sehr guten Eindruck von den Objekten. Allerdings ist auch festzustellen, dass die positive Präsentation im Vordergrund steht. Bei genauerer Beschäftigung mit einigen Unterkünften kommen schon Fragen auf, ob z. B. der Schlafbereich ausreichend Platz bietet, oder ob wirklich ein vollwertiges Bad dabei ist. Das Modell "hOMe" z.B. beeindruckt durch eine vollwertige Küche auf 29 qm mit einem fünfflammigen Gasherd und einer mannshohen Kühl-Gefrierkombi. Vom Bad dagegen kann man nur einen kleinen Blick erhaschen. Über die Website der Erbauer kommt man auf ein Video, in dem diese durch das ganze Haus führen und stellt fest, dass das Badezimmer zwar mit allem ausgestattet ist, aber dann wohl doch nicht so ganz im Fokus lag. Da lassen sich Schranktüren nicht ganz öffnen, am Waschbecken ist kaum Bewegungsraum, und auch die Dusche ist recht niedrig und eng. Aber gut, "sich auf das Nötigste zu konzentrieren" bedeutet natürlich für jeden etwas anderes, und auch die Geschmäcker sind verschieden.

Die Auswahl der Objekte ist auf jeden Fall sehr interessant, da jedes durch seinen speziellen Charakter einen neuen Blickwinkel erlaubt. Es gibt noch weitere klassische Tiny Houses, also Häuser, die wie "hOMe" auf einem Anhänger stehen und so auch bewegt werden können. Teilweise handelt es sich eher um Baumhäuser im weiteren Sinne, und auch drei schwimmende Unterkünfte sind dabei. Häufige, aber nicht immer wiederkehrende Elemente sind dabei die Wiederverwendung von gebrauchten Materialien und die Nähe zur Natur. Gegen Ende des Buches, mit steigender Quadratmeterzahl, ist das Attribut "Winzig" allerdings nicht mehr so ganz angebracht, etwa bei einem Sommerhaus mit 90 qm, oder einer regelrechten Villa für eine Person mit 95 qm. Dennoch bringt jedes Kapitel einen neuen interessanten Aspekt, der Mut macht, unkonventionell zu denken und eigene Ideen beim Bau des eigenen Hauses umzusetzen.

Insgesamt hat mich das Buch in dem Eindruck bestärkt, dass ich persönlich nicht in einem konventionellen Reihenhaus oder Wohnblock wohnen möchte. Auch fand ich es interessant, was für ansprechende Lösungen teilweise mit sehr einfachen Mitteln realisiert werden können. Ich persönlich hätte mir allerdings noch mehr Informationen zu den einzelnen Objekten gewünscht, aber eigentlich kommt man auch mit den Links im Anhang schnell weiter. Auch fand ich, dass sich viele der Objekte für meinen Geschmack zu wenig in die Umgebung einpassen, was man wiederum sicher auch anders sehen kann. Anfänglich hat mich außerdem sehr gestört, dass die finanziellen Rahmenbedingungen gar nicht betrachtet werden. Da sind auf der einen Seite idealistische und gesellschaftskritische Ansätze wie das Silohaus, das mit kleinem Budget weitgehend aus Schrott gebaut wurde. Auf der anderen Seite sind da dann fertige Designerwohncontainer, die über 500.000 Euro kosten und als Wochenendzuflucht für gestresste Millionäre beworben werden. Kann man das wirklich beides gut finden? Ich finde, das Buch polarisiert durchaus durch die Gegenüberstellung so unterschiedlicher Konzepte. Allerdings erlaubt es gerade durch die neutrale und relativ oberflächliche Darstellung, dass sich der Leser unvoreingenommen mit allen Objekten beschäftigen und eben genau das mitnehmen kann, was ihm wichtig ist. Letztendlich profitiert der Leser doch durch das aufgebaute Spannungsfeld, so dass das Buch eigentlich genau so wie es ist perfekt ist. Jeder, der sich für kleines Bauen interessiert, sollte es lesen.

5 von 5 Schreiberpaletten

(c) Simo Kauth 

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar! 
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*Hier gibt es zum zweiten Mal eine Gastrezension meines Freundes. Er hat schonmal vor einiger Zeit ein anderes Buch zum Thema "Bauen & Wohnen" bewertet. Die Rezi findet ihr hier.

Samstag, 8. Juli 2017

Projekt "Schmökerkiste"

Heute möchte ich euch mal ein - wie ich finde - recht außergewöhnliches und für uns Büchernarren erfreuliches Projekt vorstellen: Die "Schmökerkiste" in Würzburg!

Vor dem Dom
Initiiert wurde das Projekt vom "Förderverein Wärmestube e.V.", der sich um obdachlose Menschen hier im Raum Würzburg kümmert.

Bei der Schmökerkiste handelt es sich um einen alten Bauwagen, der als mobiles Antiquariat dient. Die dort angebotenen Bücher wurden von privaten Leuten gespendet und werden von Obdachlosen verkauft. Das Ziel dieses Projektes ist es, obdachlose Menschen zu beschäftigen und ihnen einen geordneten Tagesablauf zu ermöglichen in der Hoffnung, dass sie dadurch eine bessere Chance bekommen, wieder eine Arbeit zu finden. Außerdem ist die Schmökerkiste eine schöne Möglichkeit, Berührungsängste und Vorurteile gegenüber Obdachlosen abzubauen. 

Die Schmökerkiste ist immer montags bis samstags von 12 bis 17 Uhr geöffnet und wechselt alle paar Wochen ihren Standort innerhalb der Innenstadt von Würzburg. So ist es mir schon öfter passiert, dass ich irgendwo um die Ecke gebogen bin und dann plötzlich der bunte Bauwagen vor mir stand. ;-)

Und plötzlich hinter dem Dom

Wunderschön bemalt ist sie auch!

Ich war selbst schon ein paar Male da, habe aber bis jetzt nur ein Buch gekauft. Der Bauwagen ist recht klein, so dass das Angebot eingeschränkt ist. Für meinen Geschmack sind viele Bücher schon recht alte Schinken. Von einem Verkäufer habe ich aber schon gehört, dass die Spendenbereitschaft der Würzburger durchaus sehr hoch ist und noch viele Bücher irgendwo in einem Lager gebunkert sind. Von daher denke ich mal, dass das Angebot auch regelmäßig wechselt.

Auch wenn ich persönlich selten fündig werde, finde ich das Projekt klasse! Es ist eine reine Win-Win-Situation. Für Bücherfans ist es eine günstige Alternative, an gebrauchte Bücher zu kommen, und für die Mitarbeiter ist es eine Chance, wieder Fuß zu fassen im Berufsleben.

Weitere Infos zur Schmökerkiste und dem Förderverein findet ihr auf der Homepage: http://www.foerderverein-waermestube.de

Wie gefällt auch das Projekt? Und gibt es bei euch auch so etwas?

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension: "Will sei Dank. Memoiren einer Frau mit Hund" von Patricia B. McConnell

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. April 2017
Verlag: Kynos
ISBN: 9783954641352
272 Seiten
Preis: 19,95 € (HC)
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Zum Inhalt:
Patricia McConnell ist Tierverhaltenstherapeutin mit Spezialisierung auf aggressives Verhalten bei Hunden. Zusammen mit ihrem Partner und ihren Tieren lebt sie auf einer Farm in den USA. Besonders ans Herz gewachsen sind ihr Border Collies, die sie als Hütehunde für ihre Schafsherde trainiert.

Als ihr geliebter Hund Luke stirbt, holt sie sich den jungen Border Collie Will ins Haus, einen Neffen von Luke. Die Bindung zwischen Patricia und Will ist von Anfang an stark, doch Will reagiert aggressiv gegenüber anderen Hunden. Patricia kann sich Wills Verhalten nicht erklären. Doch ihre Erfahrungen als Tiertherapeutin kommen ihr zu Gute, und so übt sie unermüdlich mit Will, seine Ängste zu überwinden. Dabei merkt sie, dass sie selbst jahrelang verdrängte Traumata aufarbeiten und sich ihren eigenen Dämonen stellen muss, um Will wirklich helfen zu können.

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Hundeliebhaber und interessiere mich generell für Tiere und deren Interaktion mit Menschen. Deshalb hat mich dieses Buch sehr gereizt. Die Autorin ist Verhaltenstherapeutin und hat viele Jahre mit aggressiven Hunden gearbeitet. Deshalb habe ich mir hier interessante Einblicke in die Psyche von Hunden versprochen. Diese habe ich auch bekommen.

Jedoch geht es hier nicht nur um Will, den problem-belasteten Border Collie, sondern auch um Patricia McConnell, eine Frau, die verschiedene Traumata mit sich herumträgt und erst nach vielen Jahren erkennt, dass sie diese aufarbeiten muss. Als Teenager wurde sie vom Freund ihrer Schwester missbraucht, später war sie Zeugin, wie ein Mann in den Tod stürzte, und als Erwachsene wird sie von einem Flirt vergewaltigt. Dass solche Erlebnisse nicht spurlos an jemandem vorbeigehen, ist klar. Und so beschäftigt sich die Autorin nicht nur mit der Psyche ihres Hundes, sondern auch mit ihrer eigenen. Was auch sehr spannend ist, da ich Psychologie generell faszinierend finde.

Dennoch habe ich mir schwer getan mit dem Buch. McConnell schreibt für meinen Geschmack zu wild durcheinander. Für mich fehlte einfach ein roter Faden. Mal erzählt sie von der Arbeit mit Will, dann schildert sie verschiedene Erlebnisse als Teenager und als erwachsene Frau, streut zwischendurch Fälle von Hunden ein, die sie therapiert hat, erzählt von ihren anderen Hunden und ihrer Arbeit als Schäferin. Dazwischen zitiert sie aus Sachbüchern und erläutert die Psyche von Mensch und Tier.

Das ist alles für sich genommen ganz interessant, aber es war mir zu wirr. Sie springt hin und her ohne konkrete Zeitangaben. Zudem sind ihre Ausführungen viel zu langatmig. Sie kommt von Pontius zu Pilatus und wiederholt sich öfter. Dies war auch der Grund, warum ich dieses Buch fast zwei Monate "auf Raten" gelesen habe. Ich hatte das Gefühl, dass sich alles in einer endlosen Schleife wiederholt und man beim Lesen irgendwie nicht vorwärts kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch auch komprimiert auf deutlich weniger Seiten genau so gut alles erzählt hätte, was die Autorin zu erzählen hat.

Der Schreibstil ist zwar ganz angenehm, und McConnell hat auch einen schönen Sinn für Humor. Aber das allein hat es für mich leider nicht rausgerissen. Und so war ich durchaus froh, als ich endlich das Buch zuklappen und mir denken konnte: "Puh, geschafft!"

Was ich trotz dieser Unzulänglichkeiten aber wirklich gut fand: Man lernt viel über Hunde, ihr Verhalten und die Arbeit mit ihnen. McConnell ist nicht nur Therapeutin, sondern auch Schäferin, und es ist beeindruckend, wenn sie über die Leistungsfähigkeit von Hütehunden erzählt.   

Der Teil über ihre eigenen Traumata macht dieses Buch jedoch sehr emotional. Das ist auch völlig in Ordnung, es handelt sich hier ja nicht um ein Sachbuch, sondern um die Memoiren einer Frau. Aber dies verleitet die Autorin dazu, sich in Erzählungen zu verlieren und zu "schwafeln", und darauf könnte ich persönlich verzichten. Patricia McConnell hat aber bereits verschiedene Sachbücher über Hunde geschrieben, und ich denke, dass ich es mal damit probiere, denn generell ist es sehr spannend und beeindruckend, was sie über ihre Arbeit mit Hunden zu berichten hat.

3 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an und den Kynos-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 24. Juni 2017

Rezension: "Der Agent, meine Tochter & Ich" von Jana Herbst

Daten zum Buch:
erschienen am: 2. März 2017
Verlag: Feelings
ISBN: 9783426216217
374 Seiten
Preis: 12,99 € (TB)
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Zum Inhalt:
Eigentlich ist Sarah Wagner ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie arbeitet in ihrem Traumjob als Kuratorin und hat eine entzückende Tochter, die siebenjährige Lilly. Dass sie schon seit Lillys Geburt alleinerziehend ist und ein Mann in ihrem Leben fehlt, fällt eigentlich kaum ins Gewicht.

Doch dann lernt Sarah in einer Bar den attraktiven Lars kennen. Es funkt sofort zwischen den beiden, und sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Am nächsten Tag ist Sarah verschwunden, denn auch wenn sie sich ungewöhnlich stark zu ihm hingezogen fühlt, eignet sich ein Junggeselle wie Lars nicht als Vaterfigur, findet sie.

Doch Lars hat sich schon längst in Sarah verliebt und sucht sie. Als die beiden endlich aufeinander treffen, ist das Chaos vorprogrammiert, denn der Geheimagent tritt ihr unfreiwillig als Kabelverleger Kai entgegen - seine neue Rolle für einen gefährlichen Auftrag. Und plötzlich hat Sarah neben ihren Achterbahn fahrenden Gefühlen auch noch einen echten Krimifall am Hals.

Meine Meinung:
Es handelt sich um den zweiten Teil von Jana Herbsts "Agenten"-Reihe, der aber völlig unabhängig zu lesen ist, da er zwei neue Protagonisten hat. Ich kenne den ersten Teil noch nicht, aber es taucht der männliche Protagonist daraus wieder hier als Nebenfigur auf, was ein witziger Einfall ist.

Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb. Er ist lebendig, frech und voller (Selbst-)Ironie. Dabei bleibt der Humor nicht immer subtil, aber wirkt auch nicht plump. Die Sprache ist direkt und auch mal etwas derber. Es war einfach genau meine Art von Humor.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, meist abwechselnd aus denen von Sarah und Lars, aber auch mal zwischendurch aus der Perspektive von Nebenfiguren. So lernt man gut das Innenleben von Sarah und Lars kennen und wie die beiden jeweils eine Situation bewerten, und es laufen Handlungsstränge nach und nach zusammen.

Auch wenn ich Sarah und Lars mochte, waren die beiden für meinen Geschmack zu perfekt. Allein optisch scheinen sie so attraktiv zu sein, dass ihr Anblick förmlich schmerzt. Sarahs einziger "Makel" ist der Umstand, dass sie alleinerziehend ist. Dafür übt sie aber ihren absoluten Traumjob aus, hat ein großes Haus, eine perfekte Tochter und viele (supererfolgreiche) Freundinnen. Sie ist sowohl optisch als auch charakterlich die absolute Traumfrau. Trotzdem mochte ich sie auf Anhieb, da sie nicht arrogant, sondern sehr selbstkritisch ist. Und immerhin ist sie als Agentin die absolute Oberpfeife, das wäre sonst auch unfair gewesen. Im Übrigen finde ich ihren Beruf, Museumskuratorin, toll. Hier findet sich die Leidenschaft der Autorin wieder, die - so wie ich - Archäologie studiert hat. Mich hat das Umfeld (die Museumsinsel in Berlin) total angesprochen.

Lars ist natürlich ebenfalls ein optischer Kracher (Aber wer hat auch schonmal unattraktive Agenten gesehen? Gut, lassen wir mal Johnny English hier aus dem Spiel...). Und er ist natürlich der Beste seines Faches. Diese ständigen Angebereien, was er schon alles erlebt hat, sind unterhaltsam. Für ihn ist es kein Problem, mit zwei Fingern über einer Gletscherspalte zu hängen und mit der anderen Hand 20 schwer bewaffnete Ninjas auszuschalten - so lange er nicht einer Siebenjährigen einen Pferdeschwanz binden muss!

Für beide ist es Liebe auf den ersten Fi... äh, Blick. Bei Lars allerdings ist der Grat zwischen leidenschaftlichem Romantiker und krankhaft fixiertem Stalker extrem schmal... Die körperliche Anziehungskraft spielt hier eine starke Rolle. Dieses ständige "Oh Gott, ich will mit ihr/ihm sofort f***."-Getue fand ich persönlich irgendwann nervig. aber ich denke mal, die meisten Leserinnen werden das eher anregend und wild-romantisch finden. Immerhin muss ich zugeben, dass die anzüglichen Gedanken der Protagonisten meist recht amüsant zu lesen sind.

Nach ungefähr 100 Seiten kommt dann auch Tochter Lilly ins Spiel. Sie ist sieben Jahre alt, wohlerzogen und selbstverständlich hochbegabt. Was sie unglaublich nervtötend macht, weil sie alles (besser) weiß. Sie kann sich sogar an den hypermegabesten Agenten Berlins unbemerkt ranschleichen, ihm sein Handy klauen und sonstiges machen, was ihn ärgert. Sie ist einfach wie ihre Mutter: Perfekt. Aber dass sie sich gleich mit Haut und Haaren in Lars "verliebt", weil sie einen Papa sucht, ist schon wieder so süß, dass man auch sie nicht wirklich blöd finden kann.

Die Hauptcharaktere sind tief gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Im Mittelpunkt steht natürlich die Beziehung zwischen Sarah und Lars, aber dazu wird man noch mit einem echten Kriminalfall beglückt. Hier stand ich lange Zeit auf der Leitung, wer der Drahtzieher ist, und die Story war recht gut durchdacht.

Meine Kritikpunkte sind eben, dass mir die Charaktere zu perfekt und zu notgeil sind. Und dass sich die Beziehung trotz endlos langer Gefühlsdebatten im Schweinsgalopp entwickelte und für mich dennoch irgendwie oberflächlich blieb. Aber das ist bei heiteren Liebesromanen ja eigentlich oft so. 

"Der Agent, meine Tochter & Ich" hat mich sehr gut unterhalten. Ich finde den Schreibstil und den Humor super, und die Liebesgeschichte erhält auch dank des Kriminalfalles eine gute Portion Spannung. Ich verrate wohl nicht zu viel damit, dass Lars und Sarah natürlich ihr Happy End kriegen. Aber das ist vermutlich eh jedem klar. Der Weg ist das Ziel. Und es macht Spaß, diesen Weg mit Sarah, Lars und Lilly gemeinsam zu gehen.

Ich hatte trotz meiner o.g. Kritikpunkte viel Spaß beim Lesen, bin richtig durch die Seiten geflogen und werde liebend gerne wieder zu einem Buch dieser Autorin greifen, denn selten traf jemand mit seinem Schreibstil so exakt meinen Humor. Das nächste Mal dürfen die Figuren aber auch gerne mehr Ecken und Kanten haben.

4,5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an die Autorin für dieses Lesexemplar!

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: "Meschugge sind wir beide. Unsere deutsch-israelische Liebesgeschichte" von Claudia S. C. Schwartz

Daten zum Buch:
erschienen am: 9. Juni 2017
Verlag: Eden Books
ISBN: 9783959100755
256 Seiten
Preis: 14,95 € (SC)
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Zum Inhalt:
Als Claudia Shaul kennenlernt, geht alles ganz schnell: Die deutsche Schauspielerin und der israelische Komponist verlieben sich ineinander. Doch Shaul ist der Enkel eines Holocaustüberlebenden und Claudias Großvater war Wehrmachtssoldat im Nationalsozialismus. Ist ihre Liebe zu verrückt? Zu meschugge? Gemeinsam erkunden Claudia und Shaul die Geschichten ihrer Familien und begeben sich auf eine turbulente Reise durch Deutschland und Israel. Irgendwo zwischen Spätzle und Hummus, Klein- und Großfamilie sowie schwäbischer Korrektheit und israelischer Chuzpe findet das junge Paar nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch seine Zukunft.
(Klappentext)

Meine Meinung:
Sowohl Claudia als auch Shaul waren mir auf Anhieb sympathisch. Man kann gar nicht anders, als sie zu mögen, und hätte solch ein Pärchen gerne im eigenen Freundeskreis.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Er ist lebendig, mit vielen Dialogen, und Claudia Schwartzs Humor ist toll, nicht zu flapsig und plump. Sie erzählt mit einem Augenzwinkern und viel Selbstkritik und -ironie.

Der Autorin gelingt es, nicht nur ihre eigene Geschichte zu erzählen, sondern dem Leser dabei auch die jüdische Kultur näher zu bringen, für Respekt, Toleranz und Offenheit zu werben. Schwartzs Emotionen werden unverfälscht wiedergegeben, und das ist das Charmante an ihr und diesem Buch. Zusammen mit ihr lernen wir Shaul kennen (und lieben), treffen seine Familie, bereisen Israel - einmal in der Vergangenheit mit unschönen Erlebnissen, und dann als Teil einer israelischen Familie mit wunderschönen Momenten - und landen letztendlich vor dem Traualtar mit einem etwas beschickerten Pfarrer Manske (meinem persönlichen Helden in diesem Buch, hehe).

Untrennbar verbunden mit Claudia und Shaul sind auch die Geschichten ihrer Vorfahren. Und so erleben wir mit Shauls Großeltern den Holocaust und kämpfen mit Opa Fritz im Schützengraben. Auch wenn dieses Buch sonst sehr humorvoll ist, so hauen diese Kapitel wirklich rein. Sie erzählen von großem Leid, und man ist wohl als Leser eines meist eher heiteren Buches nicht darauf vorbereitet, von so viel Grausamkeit zu lesen. Es ist, als würde man beim Lesen plötzlich in ein stilles Grau hineingezogen, bevor man wieder in das bunte Hier und Jetzt zu Claudia und Shaul zurückkehrt.

Fast jede jüdische Familie in Israel hat damals Angehörige verloren. Und so schwebt über Claudias und Shauls Beziehung auch immer ein bisschen das Damoklesschwert des Holocausts. Dass Shauls Freunde und Familie einer Verbindung mit einer Deutschen etwas skeptisch gegenüber stehen, hatte ich erwartet. Wobei Claudia von fast allen mit offenen Armen empfangen wurde. Aber dass auch deutsche Freunde und Bekannte Shaul, der noch nichtmal den "typischen" Juden verkörpert, mit Vorurteilen begegnen, hätte ich weniger erwartet. Auch, dass solche Verbindungen eher selten sind und sogar bei Fremden auf Ablehnung stoßen, hat mich überrascht. Allerdings ist es ja leider kein Geheimnis, dass es in diesem Land noch immer zu viele Antisemiten gibt. Von daher ist dies nicht nur eine weitere kulturübergreifende Liebesgeschichte, sondern auch der Versuch, eine Brücke zwischen zwei Völkern zu schlagen, die eine sehr unschöne gemeinsame Vergangenheit haben.

Mit "Meschugge sind wir beide" liegt eine schöne Liebesgeschichte vor mit zwei sympathischen Hauptpersonen, die allen anderen zeigen, dass wahre Liebe auf kulturelle und religiöse Unterschiede pfeift. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem ans Herz legen. 

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Eden Books für dieses Rezensionsexemplar und an Claudia Schwartz für die Betreuung der Leserunde!

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: "Zwei Likes für Lena" von Jürgen Seibold

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. April 2017
Verlag: Silberburg-Verlag
ISBN: 9783842520257
288 Seiten
Preis: 12,90 € (TB)
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Zum Inhalt:
Der reiche Misanthrop Jonathan Haber hat schon seit vielen Jahren freiwillig das Haus nicht mehr verlassen. Die Agentur "Wish & Weck" erledigt alle anfallenden Aufgaben für ihn und sorgt dafür, dass er nicht in Kontakt mit Menschen treten muss.

Als er sich jedoch beide Handgelenke bricht, muss er sich notgedrungen Hilfe ins Haus holen. Diese kommt in Gestalt der Altenpflegerin Lena. Die junge Frau hat vor Kurzem ihre Arbeit verloren und leidet zudem an gebrochenem Herzen, nachdem sie ihren Freund in flagranti erwischt hat.

Lena bleibt Jonathan gegenüber verschlossen. Ihre abweisende Haltung lockt ihn aus der Reserve, und er beginnt sich für seine Angestellte und auch wieder für die Außenwelt zu interessieren. Und spontan setzt er sich in den Kopf, Lena das Glück wiederzubringen.

Meine Meinung:
Jürgen Seibold ist vor allem für seine Allgäu-Krimis rund um den Kommissar Hansen bekannt. Für mich war es das erste Buch dieses Autors.

Zuerst einmal das, was mir gut gefallen hat:

Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb. Er ist lebendig und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Seibold schreibt mit einem Augenzwinkern, aber der Humor bleibt subtil und wirkt zu keiner Zeit plump. Durch die wechselnden Perspektiven lernt man die Beteiligten, allen voran die beiden Protagonisten, besser kennen und kann die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erleben.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir diesen als Komödie bezeichneten Roman so vorgestellt: Reicher Schnösel braucht Hilfe von armer Pflegerin. Die beiden sind anfangs wie Feuer und Wasser, raufen sich jedoch zusammen und verlieben sich. Happy End.

Hier hat mich der Autor jedoch überrascht. Ohne zu viel zu spoilern, nehme ich aber vermutlich nicht zu viel weg, wenn ich verrate, dass es hier zwar eine kleine Liebesgeschichte gibt, diese aber nicht im Mittelpunkt steht und sich auch nicht zwischen Lena und Jonathan abspielt. Letzteres hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass die beiden rund 30 Jahre Altersunterschied trennen. Zwar kein Hindernis, aber in diesem Fall sehen sich beide einfach nicht als potentielle Lover. Das fand ich erfrischend.

Jonathan Haber war mir trotz - oder vermutlich wegen - seiner Menschenfeindlichkeit sehr sympathisch. Er ist verschroben, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck und ist trotz seines Alters noch im Herzen ein Kind. Mir fiel es ehrlich gesagt schwer, ihn mir als reifen Mann mit fast 60 Jahren vorzustellen.

Die Geschichte spielt in Stuttgart, und ich glaube, dass es für Stuttgarter sehr nett sein muss, mit Jonathan und Lena durch ihre Heimat zu wandeln.

Nun zu meiner Kritik:

Ich mochte Lena überhaupt nicht, und dies hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert. Man muss ja auch nicht jeden Charakter mögen, aber hier hat es mich irgendwie ziemlich gestört. Lena ist patzig, zickig und unreif. Dass sie die betrogene Freundin ist, hat mir nicht gereicht, sie zu bemitleiden, da sie trotzdem total unsympathisch war. Wieso Jonathan sie so faszinierend findet und sich jemand, den sie mies behandelt, in sie verliebt, konnte ich nicht nachvollziehen. Da sich der Kern der Geschichte jedoch viel mehr um Jonathan dreht als um Lena, ist es noch verschmerzbar, wenn man sie nicht mag. Für mich aber hier eindeutig kein Like für Lena!

Auch die "Beziehung" zwischen Lena und Jonathan war mir zu oberflächlich. Lena hat sich nicht auf Jonathan eingelassen, und von einer Freundschaft waren mir die beiden meilenweit entfernt, es war eher ein freundliches Chef-Angestellten-Verhältnis. Die Entwicklung dorthin war nicht nachvollziehbar, da die Zeit, in der Jonathan von Lena gepflegt wurde, im Zeitraffer großzügig lediglich grob umrissen wurde.

Ebenso ging es mir zu schnell mit Jonathans persönlicher Entwicklung. Da sitzt er jahrelang in seiner Festung und kaum ist Lena da, verlässt er einfach so das Haus und geht ab da jeden Tag ausgiebig aus. Somit wäre zwar geklärt, dass es sich nicht um eine Angsterkrankung handelt, sondern nur um einen Spleen. Aber das ging mir zu hoppladihopp. Und auch Jonathans Plan, Lena und eine andere Person zu verkuppeln, war etwas seltsam anmutend, da übertrieben aufwändig.

Zu guter Letzt finde ich die Bezeichnung "Komödie", mit der der Roman beworben wird, eher irreführend. Natürlich ist jeder Humor anders, aber ich persönlich konnte hier gar nicht lachen. Von der Handlung her muss es auch meiner Meinung nach keine witzigen Stellen geben, aber da der Roman so beworben wurde, hatte ich mir eben mehr Heiterkeit erwartet. Die Geschichte hatte keine wirklichen Höhepunkte und dümpelte ein bisschen vor sich hin.

Für mich persönlich war "Zwei Likes für Lena" aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht mehr als nette Unterhaltung für zwischendurch, die keinen Eindruck hinterlassen hat. Ich werde aber auf jeden Fall noch etwas Anderes von Jürgen Seibold lesen, da ich denke, dass mich seine anderen Werke bestimmt besser unterhalten werden.

3 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Jürgen Seibold für dieses Rezensionexemplar und die intensive Betreuung der Leserunde!

Montag, 12. Juni 2017

12. Juni 2017: Der Tag des Tagebuchs

Wusstet ihr, dass heute weltweit der "Tag des Tagebuchs" gefeiert wird? Heute müssen sich also alle Tagebuchbesitzer/innen was Schönes für ihre Tagebücher/innen einfallen lassen. Ein neuer edler Stift, ein besonders aufregender Eintrag... Seid kreativ! ;-)
 
 
Nee, Spaß beiseite. Es gibt ja viele verrückte "Tag des/der..."-Tage. Z. B. den Welt-Diät-Tag (und passend dazu den Anti-Diät-Tag) oder den Weltkatzentag (und selbstverständlich darf dann auch der Welthundetag nicht fehlen). Und natürlich fällt uns allen sofort der "Welttag des Buches" ein!
 
Den "Tag des Tagebuchs" möchte ich aber gerne besonders erwähnen. Denn dieser hat seine Wurzeln leider in einer traurigen Geschichte. Der 12.06. ist nicht nur der "Tag des Tagebuchs", sondern auch Anne Franks Geburtstag. Anne Frank war wohl die berühmteste Tagebuchschreiberin der Welt. Als sie zu ihrem 13. Geburtstag am 12. Juni 1942 von ihrem Vater das von ihr später liebevoll als "Kitty" bezeichnete Tagebuch geschenkt bekam, ahnte das jüdische Mädchen noch nicht, dass ihre Teenager-Gedanken irgendwann in -zig Sprachen übersetzt und in aller Welt gelesen werden würden. Anne Frank wollte später mal Schriftstellerin werden. Doch dieser Wunsch erfüllte sich leider erst nach ihrem viel zu frühen Tod, denn wie ihr vermutlich alle wisst, starb sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester im Holocaust. Sie war gerade mal 15 Jahre alt und voller Träume.
 
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich ihr Tagebuch noch nie komplett gelesen habe. Ich kenne viele Auszüge davon, habe auch das "Anne Frank-Haus" in Amsterdam besucht und die Biographie einer damaligen Schulkameradin gelesen. Aber das Tagebuch lesen steht noch auf meiner To-Do-Liste. Ich habe mir das Buch vor einigen Jahren im Original auf Niederländisch gekauft.
 
Habt ihr denn auch schon ein Tagebuch geführt oder tut es sogar noch? Ich habe als Teenager Tagebücher gehabt. Irgendwo sind die auch noch, und ich habe mir vorgenommen, sie beim nächsten Besuch im Elternhaus mitzunehmen und mal irgendwann wieder zu lesen. Da steht recht Belangloses drin. "Heute hat mich Andreas auf dem Pausenhof angelächelt. Ich glaube, er will was von mir. Das wäre so schön!" :-D Sicherlich keine Weltliteratur. ;-) Aber irgendwie denkt man doch auch gerne an diese Zeiten zurück, in denen man keine größeren Sorgen hatte als die nächste Mathe-Klausur und ob der Typ aus der Parallelklasse auf einen steht. Tat er übrigens nicht, ich blieb die gesamte Schulzeit freu(n)dlos... 
 
Heute schreibe ich schon lange keine Tagebücher mehr. Keine Zeit, keine Lust. Ach, so Wichtiges hab ich eh nicht zu erzählen. Ich teile meine Gedanken lieber direkt mit Freunden oder - wenn es um Bücher geht - mit meinen lieben Blogleser/innen. :-) Und manche Gedanken wiederum sollten sowieso nie an die Öffentlichkeit. ;-)
 
Und wie sieht's bei euch aus? Schreibt ihr Tagebuch? Oder habt ihr es zumindest früher? Habt ihr eure alten Tagebücher mal irgendwann wieder in die Hand genommen und euch gedacht: "Ach herrje, was hab ich denn da nur geschrieben?!" :-D 
 
Ich schätze mal, heutzutage sind Tagebücher nichts mehr für Kinder/Jugendliche. Wird ja eh alles, was sie so schreiben, in der WhatsApp-Historie gespeichert. ;-) 
 
In diesem Sinne: Schönen "Tag des Tagebuchs 2017"!